Lungenkrebsscreening: Zweitbefundung in der Lungenklinik Lostau
Das Lungenkrebsscreening soll Menschen mit erhöhtem Risiko unterstützen, Lungenkrebs früh zu erkennen. Die Untersuchung erfolgt mittels Niedrigdosis-Computertomographie (Low-Dose CT, LDCT). In der Lungenklinik Lostau unterstützen wir insbesondere durch Zweitbefundungen im Rahmen bestehender Kooperationen – mit radiologischer Expertise, strukturierter Auswertung und interdisziplinärer Abstimmung im Lungenkrebszentrum.
Hinweis: Das Screening ist als Kassenleistung vorgesehen und soll voraussichtlich ab April 2026 starten. Wir aktualisieren diese Seite, sobald verbindliche Details vorliegen.
Wer kann teilnehmen?
Für die Teilnahme gelten Kriterien, die das erhöhte Risiko abbilden (Auswahl):
- Alter: 50 bis 75 Jahre.
- Rauchstatus: aktuell rauchend oder Rauchstopp vor weniger als 12 Monaten.
- Raucherhistorie: mindestens 25 Jahre und mindestens 15 Packungsjahre.
Was bedeutet „Packungsjahre“?
Ein Packungsjahr entspricht vereinfacht einer durchschnittlichen Menge von einer Packung Zigaretten pro Tag über ein Jahr. Beispiel: eine halbe Packung pro Tag über 30 Jahre entspricht etwa 15 Packungsjahren.
Welche Untersuchung wird durchgeführt?
Im Screening wird ein Niedrigdosis-CT der Lunge (Low-Dose CT, LDCT) durchgeführt. Die Untersuchung ist schmerzfrei und in der Regel schnell abgeschlossen.
Kurzantworten
Tut das weh? Nein – die Untersuchung ist schmerzfrei.
Wie lange dauert es? Meist nur wenige Minuten; die Aufnahme dauert Sekunden.
Muss ich mich vorbereiten? In der Regel nicht – Details erhalten Sie bei der Terminabstimmung.
Ablauf (in 5 Schritten)
- Aufklärungsgespräch bei einer qualifizierten Ärztin oder einem qualifizierten Arzt.
- Veranlassung der Untersuchung und Durchführung der Niedrigdosis-Computertomographie (Low-Dose CT, LDCT) in einer teilnehmenden Radiologie.
- Erstbefund und Einordnung (zum Beispiel unauffällig, kontrollbedürftig, auffällig).
- Bei Bedarf: Zweitbefundung in einer spezialisierten Zweitbefundstelle (zum Beispiel Lostau).
- Festlegung des weiteren Vorgehens; bei auffälligen Befunden interdisziplinäre Abstimmung im Lungenkrebszentrum.
Was bedeutet Zweitbefundung – und was bringt sie?
Die Zweitbefundung ist eine zusätzliche, unabhängige Beurteilung der Screening-Untersuchung durch erfahrene Radiologie mit Schwerpunkt Lungenbildgebung. Ziel ist eine verlässliche Einordnung und eine Empfehlung für das weitere Vorgehen.
Bausteine in Lostau:
- Strukturierte Einordnung nach definierten Kategorien (zum Beispiel Lung Imaging Reporting and Data System (Lung-RADS)).
- Unterstützung durch softwaregestützte Auswerteverfahren (zum Beispiel Detektion und Volumetrie) als Ergänzung zur fachärztlichen Befundung.
- Bei auffälligen Befunden: interdisziplinäre Abstimmung im Lungenkrebszentrum.
Befundkategorien – was passiert bei welchem Ergebnis?
Je nach Einordnung können unterschiedliche Schritte folgen:
- Unauffällig: Information und erneute Vorstellung zum nächsten Screening-Zeitpunkt (in der Regel nach 12 Monaten).
- Kontrollbedürftig: erneute Niedrigdosis-Computertomographie (Low-Dose CT, LDCT) in kürzerem Intervall.
- Auffällig: weiterführende Diagnostik und interdisziplinäre Fallbesprechung.
Kontakt
Zweitbefundungen erfolgen im Rahmen eines Kooperationsmodells. Bei Interesse an einer Zusammenarbeit sprechen Sie uns gern an.
Kontakt (Sekretariat): 039222 8-1261
E-Mail: kathrin.ludwig(at)pfeiffersche-stiftungen.de
Hinweis: Bilddatenübermittlung und Prozesse werden im Rahmen der Zusammenarbeit abgestimmt.