„Rückenwind“ in Lostau: So lässt sich Lungenkrebs heute behandeln

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Zum zwölften Mal informierte die Lungenklinik Lostau Betroffene und Angehörige über moderne Diagnostik und Therapie. Zwei neue ärztliche Leitungen stellten sich dabei persönlich vor.

Keine Krebserkrankung fordert in Deutschland mehr Todesopfer als Lungenkrebs. Gleichzeitig hat sich die Behandlung in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Wie Diagnostik und Therapie heute aussehen, erfuhren Betroffene, Angehörige und Interessierte am 23. September 2026 bei der Patientenveranstaltung „Rückenwind“ in der Lungenklinik Lostau. Bereits zum zwölften Mal bot das Format verständliche Vorträge und Raum für persönliche Gespräche. Erstmals dabei waren Dr. Ines Bork, neue Leiterin der pneumologischen Onkologie, und Dr. Konrad Wetzer, neuer Leiter der Pneumologie (Lungenheilkunde).

Neue Wege in der Behandlung

Die moderne Lungenkrebsmedizin setzt zunehmend auf Therapien, die auf die einzelne Person zugeschnitten sind. Dafür wird das Tumorgewebe heute zum Beispiel auf bestimmte Veränderungen im Erbgut untersucht. Je nach Ergebnis kommen Medikamente infrage, die gezielt an diesen Veränderungen ansetzen, oder Immuntherapien, die das körpereigene Abwehrsystem gegen den Krebs mobilisieren. Wie der Tumor beschaffen ist, wie weit er sich ausgebreitet hat und wie es den Erkrankten insgesamt gesundheitlich geht, entscheidet darüber, wie Operation, Bestrahlung und Medikamente kombiniert werden.

Die Referierenden aus der Lungenklinik Lostau und den kooperierenden Einrichtungen erklärten diese Zusammenhänge bewusst in allgemeinverständlicher Sprache. Im Anschluss blieb Zeit für Fragen und den Austausch über eigene Erfahrungen mit der Erkrankung.

Neue Gesichter an der Spitze

Dr. Bork leitet künftig die pneumologische Onkologie, also den Bereich, der auf die Erkennung und Behandlung von Lungenkrebs spezialisiert ist. Dr. Wetzer ist neuer Leiter der Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin und Thorakale Onkologie am Standort Lostau. Gemeinsam stellten sie vor, welche Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten die Klinik heute bietet.

Grundlage dafür ist die enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Thoraxchirurgie, also der Chirurgie im Brustkorb, und weiteren Fachbereichen im zertifizierten Lungenkrebszentrum Lostau. Als Teil der Universitätsmedizin Magdeburg verbindet die Lungenklinik Lostau dabei spezialisierte Versorgung mit universitärer Forschung.

Eine Reihe mit Tradition

Die Veranstaltungsreihe „Rückenwind“ geht auf eine Initiative des Pharmaunternehmens Lilly zurück. In Lostau gehört sie seit vielen Jahren fest zum Informationsangebot für Menschen mit Lungenkrebs. Denn eine gute Krebsbehandlung umfasst mehr als die Therapie selbst: Verständliche Informationen, Vertrauen in das Behandlungsteam und die Möglichkeit, bei Entscheidungen mitzureden, gehören dazu.

Publikum sitzt in einem Saal der Lungenklinik Lostau und verfolgt eine Gesprächsrunde. Vorne stehen fünf Referentinnen und Referenten an Stehtischen vor Roll-Ups der Aktion Rückenwind und der Lungenklinik Lostau.
Patientenveranstaltung „Aktion Rückenwind – Hilfe bei Lungenkrebs“ in der Lungenklinik Lostau.